Verhandeln ums Geld

Die Einkommensdifferenz – der Gender Pay Gap – zwischen Männern und Frauen ist ein Fakt. Umgerechnet arbeiten Frauen durchschnittlich 42 Tage pro Jahr ohne Bezahlung (Quelle: Equal Pay Day 2026, Statistik Austria 2023). Es gibt viele Faktoren, die dazu beitragen. Ein Teil der Einkommensdifferenz ist nur durch Diskriminierung von Frauen zu erklären. Bis zu einem gewissen Grad können Frauen aber auch Einfluss auf ihr Gehalt nehmen – etwa, indem sie um ein höheres Gehalt verhandeln oder indem sie in eine besser bezahlte Berufssparte wechseln.

Eine Studie des IFES Instituts aus zeigt, dass 43 Prozent der Frauen noch nie um Geld verhandelt hat. In der gleichen Befragung gaben zwei Drittel der Männer an, dass sie Erfahrung mit Gehaltsverhandlungen haben. 20 Prozent der befragten Frauen gaben an, dass ihnen der Mut fehle, um in Gehaltsverhandlungen zu gehen. Frauen arbeiten auĂŸerdem häufiger in Branchen, in denen sie beim Berufseinstieg nicht Ă¼ber ihr Gehalt verhandeln können (Quelle: IFES Institut 2018).

In ganz Ă–sterreich gibt es Frauen- und Mädchenberatungsstellen, die auf darauf spezialisiert sind, zu den Themen Berufswahl, Arbeit, Gehalt, Wiedereinstieg, Vereinbarkeit u.v.m. zu beraten – eine vollständige Liste findet sich hier.


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Wie viel verdient eigentlich dein Kollege?

Männer verdienen pro Stunde um fast 20% mehr als Frauen. Einer der GrĂ¼nde dafĂ¼r ist: In drei bis vier Jahren verhandeln Männer drei- bis viermal ihr Gehalt, Frauen nur einmal. Das muss nicht so bleiben! (Quelle: IFES Institut 2018)
Aktiv und selbstbewusst eine angemessene Bezahlung fĂ¼r unsere Leistung fordern, lässt sich lernen. Hol‘ dir dabei UnterstĂ¼tzung – zum Beispiel in einer Frauen- und Mädchenberatungsstelle.

Literatur

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