Die Finanzkompetenz junger Frauen stärken

Finanzielle Unabhängigkeit ist ein Schlüssel, damit Frauen selbstbestimmt über ihr Leben entscheiden können. Oft fehlt es an Zugang zu den richtigen Informationen und an der nötigen Beratung, um sich in der Welt der Finanzen zurechtzufinden. Das Netzwerk-Projekt „FinanzFIT“ setzt genau dort an und macht es sich zur Aufgabe, junge Frauen über bestehende Angebote und Möglichkeiten zu informieren und Beratungsstellen zu stärken, damit diese gezielt auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen können. Das Projekt wird in der Zeit September 2024 bis Mai 2026 umgesetzt.

Was passiert im Rahmen des Projekts?

  • Informationen zugänglich machen: Zunächst wird eine umfassende Recherche durchgeführt, um alle relevanten Tools, Materialien und Beratungsangebote zum Thema Finanzbildung für junge Frauen zusammenzutragen. So können sich Berater*innen und andere Fachkräfte, einfach über die verschiedenen Angebote informieren und auf diese zugreifen.
  • Bedarfsermittlung und Zusammenarbeit mit Expert*innen: Um sicherzustellen, dass die Angebote den tatsächlichen Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechen, werden regelmäßig Austauschtreffen mit Expert*innen aus verschiedenen Beratungsstellen durchgeführt. In diesen Treffen wird thematisiert, welche Themen und Beratungsansätze für junge Frauen besonders wichtig sind und welche Ressourcen Beratungsstellen benötigen, um eigene Projekte zur Finanzbildung umzusetzen.
  • Weiterbildung von Berater*innen: In Weiterbildungs-Workshops werden Berater*innen für die speziellen Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen sensibilisiert und mit praktischem Know-how ausgestattet. Ziel ist es, dass sie in ihren eigenen Beratungsstellen passende Angebote entwickeln können. Außerdem wird ein FinanzFIT-Reader erstellt, der Informationen bündelt und das Wissen nachhaltig stärkt.
  • Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung: Das Projekt setzt auch auf umfassende Öffentlichkeitsarbeit. Hierbei werden bestehende Angebote bekannt gemacht und das Interesse der Zivilgesellschaft an der finanziellen Bildung von jungen Frauen geweckt. Gleichzeitig werden Multiplikator*innen auf die Bedeutung dieses Themas aufmerksam gemacht.

Zusammenarbeit für eine nachhaltige Wirkung

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen des Netzwerks stattfinden – insbesondere mit den Mädchenberatungsstellen, s. hier. Durch die Bündelung von Ressourcen, die Weiterbildung von Fachkräften und die enge Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen wird das Projekt FinanzFIT einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung der finanziellen Unabhängigkeit junger Frauen leisten.

Gefördert durch Mittel des

Materialien & Ergebnisse
Social Media (IG/FB)
Reader (ab Mai 26)

Finanzkompetenz ist ein wichtiger Baustein für ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben. Das Projekt FemFinance zielt darauf ab, die finanzielle Kompetenz von Frauen und Mädchen zu stärken, um ihre ökonomische Unabhängigkeit und ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben zu fördern. Um die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern zu verringern, sind neben strukturellen Veränderungen auch Maßnahmen notwendig, die auf individuelle Kompetenzen und die Motivation von Frauen abzielen. Hier setzt das Projekt FemFinance an.

Projektpartner*innen

FemFinance ist ein Projekt des Vereins Wendepunkt (NÖ) und wird gemeinsam mit dem Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen sowie regionalen Frauen- und Mädchenberatungsstellen durchgeführt: dem Verein Amazone (Vbg), Frau & Arbeit (Salzburg), Frauen aus allen Ländern (Tirol) und maiz (OÖ).

Lebensphasen-Ansatz

Das Projekt basiert auf einem Lebensphasen-Ansatz, der wichtige Lebensphasen für Finanzentscheidungen definiert: Kindheit, Berufseinstieg, Partnerschaft, Mutterschaft, Krisen, neue Partnerschaften, Alleinerziehung, Altersvorsorge und Pension. Das Projekt nimmt den Lebensphasen-Ansatz als Ausgangspunkt, um die Bedürfnisse spezieller Zielgruppen in den Blick zu nehmen, die von bisherigen Finanzbildungsangeboten kaum erreicht wurden. Die Projektpartner*innen bringen dabei ihre jeweilige Expertise ein, um unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen:

  • Mädchen und junge Frauen (Verein Amazone)
  • Frauen und Mädchen mit Basisbildungsbedarf (Frauen aus allen Ländern)
  • Frauen und Mädchen mit Migrations- und Fluchterfahrung (maiz)
  • alleinerziehende Frauen (Frau & Arbeit)

Projektmaßnahmen

Im Projekt FemFinance werden standardisierte Tools für die Finanzbildungsberatung in Frauen- und Mädchenberatungsstellen erarbeitet, die anschließend in Fortbildungsangeboten für Berater*innen erprobt werden. Das Curriculum enthält neben theoretischen Inputs auch Methoden für die Beratungspraxis. Durch die Schulung und Stärkung von Frauen- und Mädchenberater*innen als Multiplikator*innen wird das Beratungsangebot in ganz Österreich erweitert und verbessert. Dies trägt direkt zum Empowerment von Frauen und Mädchen bei und hilft, stereotype Geschlechterrollen aufzubrechen.

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Materialien & Ergebnisse
Social Media (IG/FB)
Curriculum (ab Mai 26)

Von Oktober 2021 bis Dezember 2022 führte das Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen ein Projekt zum Thema Finanzkompetenz durch. Das Projekt wurde im Rahmen eines Fördercalls durch die Frauensektion des Bundeskanzleramts gefördert. Unter dem Titel „Vom Taschengeld bis zur Pension“ fanden mehrere Maßnahmen statt:

Postkarten: Um möglichst viele Personen mit dem Projekt zu erreichen, wurden sechs unterschiedliche Postkarten-Sujets erstellt. Die Postkarten liegen in Beratungsstellen, aber auch an öffentlichen Orten (Universitäten, Lokale) auf. Sie sollen dazu anregen, mehr über das Thema Geld zu reden und bei Fragen professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Videos: In sieben kurzen Videoclips berichten Frauen und Mädchen über ihr Verhältnis zu Geld. Expert*innen geben Informationen und Tipps zum Thema.

Social Media: Auf den Social Media-Kanälen des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen teilten wir während der 15monatigen Projektlaufzeit eine Kampagne – in der wir uns thematisch Themen vom Taschengeld bis zur Pension widmeten.

Schulungen für Berater*innen: In insgesamt acht Workshops zu unterschiedlichen Themen wurden Berater*innen aus Frauen- und Mädchenberatungsstellen geschult. So konnten Sie ihr Wissen zum Thema „Frauen und Geld“ erweitern.

Toolkit: Mit der Erstellung der Website www.frauenberatung-geld.at bilden wir die Vielzahl an vorhandenen Beratungsangeboten zum Thema Finanzkompetenz in den bundesweiten Frauen- und Mädchenberatungsstellen ab. Dazu haben wir die Angebote unserer österreichweiten Mitgliedseinrichtungen, Broschüren und Literaturhinweise gesammelt.